
De Beers London · Haute Joaillerie
De Beers London Vibrations: Haute Joaillerie nach Flüssen, Wasserfällen und Eis
De Beers London hat Wasser in Haute Joaillerie verwandelt. Vibrations folgt Flüssen, Wasserfällen und gefrorenen Landschaften in Afrika und der kanadischen Arktis und zeigt zwei Dinge, die man in der Diamantenwelt selten sieht: Rohsteine neben geschliffenen Steinen und Diamanten als glatte Cabochons.
Die neue Haute Joaillerie von De Beers London handelt vom Wasser, und zwar vom Binnenwasser, das Schluchten gräbt, über Klippen stürzt und zu Eisblumen gefriert. Vibrations, im September 2026 vorgestellt, begann mit Echo, einem Set, das bereits im Januar gezeigt wurde und dem Fish River Canyon in Namibia gewidmet ist. Drei neue Sets kommen nun hinzu, jedes einem Gewässer in Botswana, Südafrika oder Kanada gewidmet.
Emmanuelle Nodale, CEO von De Beers London, beschreibt das Ziel als eigenständige Haute Joaillerie, „verwurzelt in unserer Verbindung zur Quelle“. Diese Verbindung ist das Argument der ganzen Kollektion: De Beers nennt sich das einzige Haus mit direktem Zugang zur Herkunft seiner Diamanten, und Vibrations enthält sieben Steine aus der Kollektion Natural Works of Art, darunter rosa und blaue Fancy-Diamanten.
Echo und Cascade: eine Schlucht und ein Wasserfall
Echo umfasst fünf Schmuckstücke, deren Wellen an die Kreise erinnern, die ein ins Wasser fallender Kiesel zieht. Geschliffene weiße Diamanten liegen neben rohen alluvialen Diamanten, und das Herzstück ist ein wandelbares Collier mit einem Diamanten von 1,12 Karat in Fancy Intense Blue aus Namibia. Es lässt sich in sechs Schmuckstücke zerlegen, darunter ein Diadem, ein Armband und Ohrringe, und ist das technisch aufwendigste Stück, das De Beers London bisher vorgestellt hat. Zum Set gehört außerdem ein Ring mit einem Diamanten von 5,21 Karat in D Flawless.
Cascade nimmt die Tugela-Fälle in Südafrika zum Vorbild, den höchsten Wasserfall Afrikas, der mehr als 980 Meter über Basaltklippen stürzt. Mit seinen vier Stücken kommt erstmals hellblauer Chalcedon in die Haute Joaillerie von De Beers London: ein langes Sautoir aus Chalcedonperlen aus Namibia, Ohrringe mit abnehmbarer Chalcedonquaste und geschnitzter Chalcedon aus Kenia, umgeben von Diamanten im Brillant-, Tropfen-, Oval-, Baguette- und Princess-Schliff.


Shimmer und Undulation: arktisches Rosa und Okavango-Grün
Shimmer blickt nach Norden, zu den Eisblumen der Ellesmere-Insel in Kanada und dem rosa Licht der polaren Morgen- und Abenddämmerung. Die sieben Stücke zeigen spitzenartige Motive und ungewöhnliche Schliffe wie Dreiecke und Navetten, dazu vier seltene rosa Fancy-Diamanten, darunter ein Paar aus der Argyle-Mine. Das Shimmer Masterpiece Necklace trägt einen in Botswana gefundenen Diamanten von 2,07 Karat in Fancy Intense Pink; ein Ring hält einen Fancy Intense Pinkish Purple von 0,81 Karat.
Undulation ist die Hommage an das Okavango-Delta in Botswana, das größte Binnendelta der Erde, dessen Quellgewässer De Beers gemeinsam mit der National Geographic Society im Projekt Okavango Eternal schützt. Die sechs beweglich gearbeiteten Stücke sind mit grünen Rohdiamanten besetzt. De Beers beziffert ihre Seltenheit: Unter 10.000 gefundenen farbigen Fancy-Diamanten sind nur zehn von Natur aus grün.

Zwei Premieren: rohe GemFair-Steine und Cabochon-Diamanten
Durch alle vier Sets ziehen sich seltene alluviale weiße Diamanten, von Flussströmungen geformt und von unabhängigen Kleinschürfern in uralten Flussbetten in Sierra Leone gefunden. Sie kommen über GemFair, eine Initiative, die Kleinschürfer mit Rückverfolgbarkeit, fairen Preisen und Gemeindeentwicklung unterstützt, und erscheinen erstmals in der Haute Joaillerie von De Beers London, roh wie geschliffen.
Die zweite Premiere ist ein Schliff. Undulation wird mit Diamanten im Cabochonschliff vollendet, glatt und gewölbt wie Wassertropfen, die eher leuchten als funkeln. Die Technik zu entwickeln dauerte fünf Jahre, denn ein Cabochon hat keine Facetten, hinter denen sich Einschlüsse verstecken, und Diamant lässt sich so nur mit großem Aufwand formen. Laut De Beers erfüllen weniger als 0,5 Prozent der Diamanten die nötigen Anforderungen an Farbe und Reinheit.
Unser Blick
Für Käufer ist Vibrations eine gute Lektion darin, wie Diamantgrade zu lesen sind. D Flawless ist die Spitze der Farb- und der Reinheitsskala; was jede Stufe darunter kostet, erklärt unser Ratgeber zu den 4C. Farbige Diamanten werden anders bewertet: Das Wort nach „Fancy“ beschreibt Tiefe und Stärke der Farbe, und bei rosa und blauen Steinen zählt dieses Wort so viel wie das Karatgewicht.
Roh- und Cabochon-Diamanten sind die eigentliche Neuheit: Beide zeigen den Charakter des Steins, statt ihn hinter Facetten zu verbergen, und brauchen deshalb außergewöhnlich reines Rohmaterial. Reizt Sie ein solcher Stein beim Juwelier, verlangen Sie trotzdem ein Laborzertifikat; wie man es liest, zeigt unser Ratgeber zum Diamantzertifikat.


